In der beschaulichen Spessartgemeinde Dammbach entstand eine bemerkenswerte Tradition: die Passionsspiele. Doch wie kam es dazu?
Alles begann Ende der 1990er Jahre mit Alfred Krotts Vision, die Leidensgeschichte Jesu auf eindrucksvolle Weise für die Menschen erlebbar zu machen. Mit großem Engagement verfasste er ein Textbuch und teilte seine Idee mit Pfarrer Anton Heußlein und dem Pfarrgemeinderat.
Trotz anfänglicher Herausforderungen entflammte schnell eine große Begeisterung, die es ermöglichte, im Jahr 2000 mit den Proben zu beginnen.
Begonnen hat alles 1999 als Alfred Krott am Neujahrsempfang seine Idee der Passionsspiele vorstellte. Viele Probleme mussten gelöst werden, aber mindestens so viele begeisterte Personen konnten gefunden werden, um 2001 das erste Mal zu spielen.
7 Vorstellungen
73 Schauspieler
Jesus-Darsteller: Alfred Krott
Schon kurze Zeit nach den ersten Passionsspielen wurden im Jahr 2004 die 2. Dammbacher Passionsspiele aufgeführt. Bethanien und Herodes kommt als neuen Szene dazu und erweitern das Stück.
9 Vorstellungen
94 Schauspieler
Jesus-Darsteller: Alfred Krott
Nach dem Erfolg der 2. Dammbacher Passionsspiele wurde beschlossen, das Spiel alle fünf Jahre aufzuführen.
Zum ersten Mal spielt nicht nur Alfred Krott Jesus, sondern Michael Lattus übernimmt bei der Hälfte der Spieltermine die Hauptrolle. Auch wichtige andere Rollen werden erstmals doppelt besetzt.
10 Vorstellungen
105 Schauspieler
Jesus-Darsteller: Alfred Krott, Michael Lattus
Erstmalig wird Live-Gesang in das Stück integriert. Der Organisations-Ausschuss wird gegründet, um die wachsenden Aufgaben im Hintergrund auf mehrere Schultern zu verteilen. Das Bühnenbild wird durch eine aufwändige Malerei ergänzt.
11 Vorstellungen
111 Schauspieler
Jesus-Darsteller: Paul Kroth, Michael Lattus
Die Passionsspiele Dammbach erhalten den Heimatpreis 2017 des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Die Auszeichnung wurde am 11. Mai 2017 in der Residenz Würzburg durch den damaligen bay. Staatsminister für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat Dr. Markus Söder verliehen und durch eine Abordnung der Passionsspiele Dammbach entgegengenommen.
Mit dem Heimatpreis werden Menschen ausgezeichnet, die Weltoffenheit, Fortschritt und Tradition miteinander verbinden und damit zeigen, dass Brauchtumspflege auch im Zeitalter der Digitalisierung Teil des modernen Lebensgefühls ist.
Maria Magdalena rückt mehr in den Mittelpunkt der Aufführung und durch die Tempelaustreibung kommt eine neue Szene dazu. Auch durch zwei gänzlich neue Jesus-Darsteller bekommen die Passionsspiele Dammbach ein neues Gesicht.
12 Vorstellungen
116 Schauspieler
Jesus-Darsteller: Sebastian Reinl, Jannis Wirth
Das Textbuch wird komplett durch einen neu gegründeten Spielausschuss überarbeitet. Einige Szenen aus dem ersten Teil fallen weg, neue Szenen wie die Fischer-Szene kommen hinzu. Ein an neue Szenen angepasstes Bühnenbild sowie die neugestaltete musikalische Untermalung verleihen dem Stück ein anderes Erscheinungsbild.
Weiterhin wird das Tribünenkonzept durch einen neuen Aufbau verbessert.
14 Vorstellungen
ca. 100 Schauspieler
Jesus-Darsteller: Sebastian Reinl, Jannis Wirth